
Professionelle Infografiken erstellen: Der vollständige Guide für 2025
Du möchtest komplexe Daten visuell überzeugend aufbereiten und deine Botschaft klar vermitteln? Hier erfährst du alles über moderne Tools, bewährte Design-Prinzipien und praktische Workflows für wirkungsvolle Infografiken.

Die richtige Vorbereitung: Fundament für erfolgreiche Infografiken
Bevor du mit dem Design beginnst, musst du eine klare Strategie entwickeln. Eine professionelle Infografik entsteht nicht zufällig, sondern folgt einem durchdachten Plan.
Der erste Schritt ist die Definition deines Ziels. Willst du komplexe Daten vereinfacht darstellen? Einen Prozess verständlich erklären? Oder deine Zielgruppe von einer bestimmten These überzeugen? Diese Klarheit bestimmt alle weiteren Entscheidungen, wie Klixpert in ihrem Leitfaden betont.
Deine Zielgruppe steht im Mittelpunkt aller Überlegungen. Ein technischer Fachbericht für Entwickler braucht andere visuelle Codes als eine Marketing-Infografik für Endkunden. Berücksichtige das Vorwissen, die Sehgewohnheiten und den Kontext, in dem deine Infografik konsumiert wird.
"Eine gute Infografik erzählt eine Geschichte – sie reduziert komplexe Informationen auf das Wesentliche und macht sie für die Zielgruppe verständlich und relevant."
Datenauswahl und Storytelling: Die narrative Struktur
Nicht alle Daten eignen sich für die visuelle Aufbereitung. Du solltest nur verlässliche, aktuelle und überprüfbare Quellen verwenden. Achte besonders auf die Nutzungsrechte, wenn du externe Studien oder Statistiken verwendest.
Das Storytelling bildet das Rückgrat deiner Infografik. Strukturiere deine Informationen logisch: Beginne mit einer klaren Einleitung, die das Problem oder die Fragestellung definiert. Der Hauptteil präsentiert die wichtigsten Daten und Erkenntnisse in einer nachvollziehbaren Reihenfolge. Das Fazit fasst die wichtigsten Punkte zusammen oder gibt eine klare Handlungsempfehlung.
Eine bewährte Methode ist die "Pyramidenstruktur": Starte mit der wichtigsten Information und arbeite dich zu den Details vor. So behältst du die Aufmerksamkeit der Betrachter und stellst sicher, dass die Kernbotschaft ankommt.

Moderne Tools für jeden Anspruch
Die Auswahl des richtigen Tools hängt von deinen Anforderungen, deinem Budget und deiner technischen Erfahrung ab. Venngage und andere Experten empfehlen verschiedene Lösungen für unterschiedliche Bedürfnisse.
Kostenlose Alternativen zu Canva
Während Canva weit verbreitet ist, gibt es spezialisierte Alternativen, die teilweise bessere Funktionen für Infografiken bieten. Venngage wurde speziell für Infografikdesign entwickelt und bietet über 7.500 Vorlagen sowie eine umfangreiche Icon-Bibliothek. Die Drag-and-Drop-Bedienung macht es auch für Einsteiger zugänglich.
Piktochart eignet sich besonders für Nutzer, die schnell professionelle Ergebnisse erzielen möchten. Mit über 600 Templates und verschiedenen Exportmöglichkeiten ist es eine solide Wahl für kleine Unternehmen und Freelancer.
Für datengetriebene Infografiken ist Infogram eine hervorragende Option. Das Tool excellt bei der Erstellung von Diagrammen und analytischen Grafiken. Du kannst Daten direkt importieren und automatisch visualisieren lassen.
Professionelle Lösungen für komplexe Projekte
Visme bietet erweiterte Funktionen für interaktive und animierte Infografiken. Besonders nützlich ist die Möglichkeit, verschiedene Medienformate zu kombinieren und Präsentationen zu erstellen, wie OMR in ihrer Analyse feststellt.
Genially spezialisiert sich auf interaktive Inhalte. Hier kannst du Animationen, Hover-Effekte und klickbare Elemente einbauen – ideal für Web-Infografiken und digitale Präsentationen.
Für Teams, die eng zusammenarbeiten müssen, bietet Adobe Express professionelle Design-Tools mit nahtloser Integration in die Adobe Creative Suite. Die KI-unterstützten Funktionen beschleunigen den Workflow erheblich.
Tool | Stärken | Beste Anwendung | Preismodell |
---|---|---|---|
Venngage | Speziell für Infografiken, große Vorlagenauswahl | Marketing-Infografiken, Reports | Freemium, ab $19/Monat |
Infogram | Datenvisualisierung, Chart-Erstellung | Statistische Auswertungen, Business Intelligence | Freemium, ab $25/Monat |
Visme | Animation, Interaktivität, Multimedia | Web-Infografiken, Präsentationen | Freemium, ab $29/Monat |
Piktochart | Einfache Bedienung, schnelle Ergebnisse | Einsteiger, kleine Teams | Freemium, ab $24/Monat |
Genially | Interaktive Elemente, Community-Features | Digitale Infografiken, E-Learning | Freemium, ab $7.49/Monat |
Design-Prinzipien für maximale Wirkung
Gutes Infografik-Design folgt bewährten Gestaltungsregeln, die du unbedingt beachten solltest. Das wichtigste Prinzip ist die Klarheit: Jedes Element muss einen Zweck erfüllen und zur Verständlichkeit beitragen.
Visuelle Hierarchie entwickeln
Erstelle eine klare Informationshierarchie durch verschiedene Schriftgrößen, Farben und Abstände. Die wichtigsten Informationen sollten sofort ins Auge fallen. Verwende maximal drei verschiedene Schriftgrößen und beschränke dich auf eine Schriftfamilie.
Farben sind mächtige Werkzeuge zur Informationsstrukturierung. Entwickle eine konsistente Farbpalette mit 3-5 Farben. Achte auf ausreichenden Kontrast für gute Lesbarkeit und berücksichtige kulturelle Farbkonnotationen deiner Zielgruppe.
Whitespace strategisch einsetzen
Freiflächen sind keine verschwendete Fläche, sondern ein wichtiges Gestaltungsmittel. Sie schaffen Ruhe, lenken die Aufmerksamkeit und verbessern die Lesbarkeit erheblich. Gib jedem Element genügend "Luft zum Atmen".
Die Gruppierung verwandter Informationen durch Nähe und die Trennung unterschiedlicher Bereiche durch Abstand helfen dem Betrachter, die Struktur schnell zu erfassen.
Icons und Illustrationen gezielt verwenden
Visuelle Elemente sollten die Botschaft unterstützen, nicht ablenken. Verwende einen einheitlichen Illustrationsstil und achte darauf, dass alle Icons aus der gleichen Familie stammen. Zu viele verschiedene Stile wirken unprofessionell und chaotisch.
"Gute Infografiken reduzieren kognitive Belastung. Sie machen komplexe Zusammenhänge auf einen Blick verständlich, anstatt den Betrachter zu überfordern."
Datenvisualisierung: Die richtige Darstellungsform wählen
Die Wahl des passenden Diagrammtyps entscheidet maßgeblich über die Verständlichkeit deiner Infografik. Jeder Visualisierungstyp hat spezifische Stärken und eignet sich für bestimmte Datenarten, wie EdrawSoft in ihrem umfassenden Guide erklärt.
Quantitative Daten richtig darstellen
Balkendiagramme eignen sich hervorragend für Vergleiche zwischen verschiedenen Kategorien. Sie sind intuitiv verständlich und funktionieren sowohl bei wenigen als auch bei vielen Datenpunkten.
Liniendiagramme zeigen Entwicklungen über Zeit am besten. Sie machen Trends, saisonale Schwankungen und Wachstumsmuster sofort sichtbar.
Kreisdiagramme visualisieren Anteile eines Ganzen. Verwende sie nur bei maximal 5-6 Kategorien und stelle sicher, dass die Summe 100% ergibt.
Prozesse und Beziehungen visualisieren
Flussdiagramme eignen sich für die Darstellung von Abläufen, Entscheidungsprozessen und Workflows. Sie helfen dabei, komplexe Prozesse Schritt für Schritt nachvollziehbar zu machen.
Mind Maps zeigen Beziehungen und Hierarchien zwischen verschiedenen Konzepten. Sie sind besonders nützlich für Brainstorming-Ergebnisse und Strukturübersichten.
Zeitstrahle ordnen Ereignisse chronologisch und machen historische Entwicklungen oder Projektpläne übersichtlich.

Der professionelle Workflow: Von der Idee zur fertigen Infografik
Ein systematischer Workflow spart Zeit und führt zu besseren Ergebnissen. Venngage empfiehlt einen strukturierten Fünf-Schritte-Prozess, den du an deine Bedürfnisse anpassen kannst.
Phase 1: Konzeption und Planung
Beginne mit einem detaillierten Briefing. Definiere Ziel, Zielgruppe, Kernbotschaft und gewünschte Reaktion. Sammle alle relevanten Daten und prüfe deren Qualität und Aktualität.
Erstelle eine grobe Gliederung und überlege dir die narrative Struktur. Welche Geschichte willst du erzählen? In welcher Reihenfolge präsentierst du die Informationen am wirkungsvollsten?
Phase 2: Wireframing und Layoutentscheidungen
Skizziere das grobe Layout zunächst auf Papier oder mit einfachen Tools. Entscheide über Format, Orientierung und grundlegende Strukturelemente. Diese frühe Planungsphase spart später viel Zeit bei der Umsetzung.
Überlege dir bereits jetzt, welche Visualisierungstypen du für welche Daten verwenden möchtest. Plane auch die Farbcodierung und definiere, welche Elemente besonders hervorgehoben werden sollen.
Phase 3: Design und Umsetzung
Wähle dein Tool basierend auf den Anforderungen aus. Für komplexe, datengetriebene Infografiken eignet sich Infogram, für Marketing-orientierte Grafiken ist Venngage eine gute Wahl.
Arbeite iterativ: Beginne mit einem groben Layout, füge schrittweise Details hinzu und verfeinere das Design kontinuierlich. Nutze Vorlagen als Ausgangspunkt, aber passe sie an deine spezifischen Anforderungen an.
Phase 4: Review und Optimierung
Teste deine Infografik mit Personen aus der Zielgruppe. Ist die Botschaft klar verständlich? Lenken alle Elemente die Aufmerksamkeit richtig? Gibt es überflüssige oder verwirrende Inhalte?
Prüfe auch technische Aspekte: Ist die Auflösung für den geplanten Verwendungszweck ausreichend? Funktioniert die Infografik auch in kleineren Formaten? Sind alle Texte lesbar?
Phase 5: Export und Distribution
Wähle das richtige Dateiformat für den Verwendungszweck: PNG für Web und Social Media, PDF für Print, SVG für skalierbare Web-Grafiken. Plane verschiedene Versionen für unterschiedliche Kanäle.
Überlege dir eine Distributionsstrategie. Wo und wie willst du die Infografik teilen? Brauchst du verschiedene Formate oder Größen für verschiedene Plattformen?
Aktuelle Trends und Zukunftsausblick
Die Infografik-Gestaltung entwickelt sich kontinuierlich weiter. Einige Trends prägen das Jahr 2025 besonders stark und beeinflussen, wie wir Informationen visuell aufbereiten.
Interaktivität und Animation
Statische Infografiken weichen zunehmend interaktiven Formaten. Hover-Effekte, klickbare Bereiche und sanfte Animationen steigern das Engagement und ermöglichen tiefere Informationsebenen. Tools wie Genially und Visme machen solche Effekte auch für Nicht-Programmierer zugänglich.
Animierte Datenvisualisierungen zeigen Entwicklungen über Zeit besonders eindrucksvoll. Sie helfen dabei, komplexe Zusammenhänge schrittweise zu erklären und halten die Aufmerksamkeit länger.
KI-unterstützte Gestaltung
Künstliche Intelligenz revolutioniert die Infografik-Erstellung. KI-Tools können automatisch passende Farbpaletten vorschlagen, Layouts optimieren und sogar Designelemente basierend auf dem Inhalt generieren.
Diese Entwicklung demokratisiert professionelles Design: Auch ohne tiefe Gestaltungskenntnisse lassen sich hochwertige Infografiken erstellen. Gleichzeitig bleibt strategisches Denken und inhaltliche Klarheit weiterhin entscheidend für den Erfolg.
Mobile-First Design
Immer mehr Infografiken werden primär auf mobilen Geräten konsumiert. Das erfordert ein Umdenken bei Layout und Informationsdichte. Vertikale Formate, größere Schriften und vereinfachte Strukturen werden zur Norm.
Responsive Design ist nicht mehr optional: Eine moderne Infografik muss auf verschiedenen Bildschirmgrößen funktionieren und dabei ihre Wirkung behalten.
Tipp: Teste deine Infografiken immer auf verschiedenen Geräten, bevor du sie veröffentlichst. Was auf dem Desktop-Monitor gut aussieht, kann auf dem Smartphone unleserlich werden.
Häufige Fehler vermeiden
Selbst mit den besten Tools und Absichten können Infografiken ihre Wirkung verfehlen. Diese häufigen Fehler solltest du unbedingt vermeiden:
Informationsüberladung
Der größte Fehler ist der Versuch, zu viele Informationen in eine Grafik zu packen. Eine überladene Infografik überfordert den Betrachter und verwässert die Kernbotschaft. Konzentriere dich auf 3-5 Hauptaussagen und eliminiere alles Überflüssige.
Inkonsistente Gestaltung
Verschiedene Schriftarten, widersprüchliche Farbkodierungen und gemischte Illustrationsstile wirken unprofessionell. Entwickle ein konsistentes Gestaltungsraster und halte dich konsequent daran.
Fehlende Quellenangaben
Jede Infografik sollte ihre Datenquellen klar ausweisen. Das schafft Vertrauen und ermöglicht es interessierten Betrachtern, tiefer in das Thema einzusteigen. Platziere Quellenangaben gut sichtbar, aber nicht störend.
Mangelnde Barrierefreiheit
Zu geringe Kontraste, zu kleine Schriften oder fehlende alternative Beschreibungen schließen Teile deiner Zielgruppe aus. Achte auf ausreichende Farbkontraste und verwende Alternativtexte für wichtige grafische Elemente.

Erfolgsmessung und Optimierung
Eine veröffentlichte Infografik ist erst der Anfang. Durch systematische Analyse und Optimierung kannst du die Wirkung deiner visuellen Kommunikation kontinuierlich verbessern.
Kennzahlen definieren und messen
Je nach Zielsetzung sind verschiedene Metriken relevant: Für Marketing-Infografiken könnten das Shares, Kommentare und Reichweite sein. Bei internen Kommunikationstools steht eher das Verständnis und die Anwendung der Informationen im Vordergrund.
Nutze A/B-Tests, um verschiedene Versionen zu vergleichen. Kleine Änderungen in Farbgebung, Layout oder Struktur können erhebliche Auswirkungen auf die Wirksamkeit haben.
Feedback systematisch sammeln
Sammle qualitatives Feedback von deiner Zielgruppe. Was verstehen sie sofort? Wo entstehen Verwirrungen? Welche Elemente finden sie besonders ansprechend oder hilfreich?
Diese Erkenntnisse fließen in zukünftige Projekte ein und helfen dir dabei, einen eigenen, wiedererkennbaren Stil zu entwickeln, der bei deiner Zielgruppe funktioniert.
Ausblick: Die Zukunft der Datenvisualisierung
Die Entwicklung der Infografik-Gestaltung steht nicht still. Virtual und Augmented Reality eröffnen neue Möglichkeiten für immersive Datenvisualisierung. Chatbots und Sprachassistenten könnten interaktive Infografiken zugänglicher machen.
Gleichzeitig wächst das Bewusstsein für nachhaltiges Design: Optimierte Dateigröße, energieeffiziente Darstellung und langlebige Gestaltung werden zunehmend wichtiger.
Die Grundprinzipien bleiben jedoch bestehen: Klarheit, Zielgruppenorientierung und durchdachte visuelle Kommunikation sind zeitlos. Wer diese Basics beherrscht und sich gleichzeitig für neue Tools und Techniken öffnet, wird auch in Zukunft erfolgreich komplexe Informationen verständlich und ansprechend visualisieren können.
Die Investition in professionelle Infografik-Kenntnisse zahlt sich aus: In einer zunehmend datengetriebenen Welt wird die Fähigkeit, Informationen visuell aufzubereiten, immer wertvoller. Unternehmen, die komplexe Sachverhalte klar kommunizieren können, haben einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil in der Kommunikation mit Kunden, Partnern und Mitarbeitern.
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